Prüm. Volle Reihen, aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer und eine spürbare Aufbruchsstimmung:
Rund 260 Gäste kamen am Sonntag, 11. Januar, zum traditionellen Neujahrsempfang der SPD im Eifelkreis in der Karolingerhalle in Prüm zusammen. Der Empfang gehört nicht nur zum festen Bestandteil des Jahresbeginns, sondern in diesem Jahr auch die zentrale Veranstaltung der Eifelkreis-SPD im Vorfeld der Landtagswahl am 22. März. Charmant und souverän führte Moderatorin Lucy Webb Weilacher durch den Nachmittag. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der Musikverein Prüm.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Alexander Schweitzer, Ministerpräsident, der gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Nico Steinbach die politischen Schwerpunkte und Perspektiven der SPD für Rheinland-Pfalz und den Eifelkreis vorstellte. In seiner Rede machte Schweitzer deutlich, dass das Land vor großen Aufgaben steht und ebenso großen Chancen. „Wir brauchen einen wirtschaftlichen Aufschwung“, betonte er und verwies auf ein starkes Investitionspaket mit klaren Schwerpunkten bei Bildung, Infrastruktur und Mobilität. Rheinland-Pfalz stehe hier vor einer historischen Chance, die es jetzt zu nutzen gelte.
Mit Blick auf den Klimawandel erinnerte der Ministerpräsident an die besondere Verantwortung des waldreichsten Bundeslandes Deutschlands. Wald, so Schweitzer, sei weit mehr als Landschaft – er sei Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und Zukunftsvorsorge. Mit einem Sonderprogramm von 50 Millionen Euro für waldbauliche Maßnahmen werde Verantwortung übernommen, die weit über eine Wahlperiode hinausreiche. „Davon werden kommende Generationen profitieren“, so seine Botschaft.
Weitere Schwerpunkte setzte Schweitzer bei der Stärkung der Dörfer. Dabei wurde das Dorfbudget besonders hervorgehoben. Eine Idee, die aus dem Eifelkreis stammt. Landtagsabgeordneter Nico Steinbach hatte das Dorfbudget initiiert und schließlich in Mainz erfolgreich auf den Weg gebracht.
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Rheinland-Pfalz eines der glücklichsten Bundesländer sei. Ein Erfolg, der auf guter Bildung, starkem gesellschaftlichem Zusammenhalt und verlässlicher Politik beruhe. Bildung bleibe dabei ein zentrales Zukunftsthema: Jeder vierte Euro im Landeshaushalt fließe bereits in diesen Bereich und dennoch brauche es weiterhin klare Schwerpunktsetzungen.
Besonders eindringlich wurde der Ministerpräsident, als er über den Umgang miteinander und die Verantwortung für Demokratie sprach. In schwierigen Zeiten dürfe man das Land und die Demokratie nicht „durch die Finger rinnen lassen“. Demokratie sei kein Zuschauersport, betonte Schweitzer. „Machen ist besser als motzen“, lautete sein Appell. Die größte Gefahr für die Demokratie seien nicht lautstarke Kritiker, sondern jene, die sich zurücklehnen, alles schlechtreden und selbst keinen Beitrag leisten.
Auch der Landtagsabgeordnete Nico Steinbach blickte engagiert nach vorne. Er zeigte sich hochmotiviert für die kommenden Jahre und betonte: „Ich möchte Verantwortung übernehmen und als Landtagsabgeordneter im Eifelkreis ein direkter Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sein und das für die nächsten fünf Jahre.“
Die größte örtliche Herausforderung sei derzeit die Organisation einer tragfähigen Zukunft für das Prümer Krankenhaus. Der Bedarf und die Notwendigkeit dieser Einrichtung stünden außer Frage, zumal dort eine vorbildliche Arbeit geleistet werde, betonte Nico Steinbach. Er werde sein seit mehr als zehn Jahren bestehendes Engagement weiterhin mit Nachdruck fortsetzen, um eine gute und nachhaltige Lösung zu erreichen.
Diese Haltung lebten beide Politiker auch im Anschluss and en offiziellen Teil: Ihnen war es sichtlich wichtig, sich Zeit für persönliche Gespräche zu nehmen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch oder für ein gemeinsames Selfie mit dem Ministerpräsidenten. Der Neujahrsempfang war ausdrücklich offen für alle Bürgerinnen und Bürger des Eifelkreises, was viele gerne annahmen. Die große Beteiligung und die volle Karolingerhalle zeigten eindrucksvoll: Das Interesse an politischem Dialog, Verantwortung und der Zukunft der Region ist groß.

















